thomaskekeisen.de

Aus dem Leben eines Bildschirmarbyters

Lange ist es her

Laut https://web.archive.org/ habe ich meine erste Webseite unter dieser Domain vor knapp zehn Jahren veröffentlicht. Eine Webseite habe ich schon seit 2004, auch dafür gibt es im Internet-Archiv noch (sehr lustiges) Material. Meine erste Webseite war noch ein Monster, bestehend aus Framesets und von Phillip Jones gemalten und mit einem ungefähr 20 Kilogramm schweren Flachbettscanner digitalisierten Zeichnungen. In einer Zeit, in der Tabellenlayouts die Regel und Microsoft Frontpage noch cool waren.

TO DO: Neue Webseite

  • Alte Webseite abschalten
  • Fünf Jahre warten
  • Neue Webseite veröffentlichen

Gut Ding will Weile haben

Die Idee für einen neuen Blog habe ich schon seit fünf Jahren. Zwischenzeitlich ist auch ein Versuch, eine neue Seite zu bauen, irgendwie im Sand verlaufen. Mit diesem hier habe ich es durchgezogen. Angefangen mit einem in der Toolbox Bodensee e.V. entwickelten Konzept haben wir die Seite in knappen vier Monaten "neben der Arbeit" auf die Beine gestellt. Ich möchte mich an dieser Stelle darum ganz besonders bei Phillip Jones bedanken, der das Design entwickelt und auch meine Detailverliebtheit quasi anstandslos ertragen hat. Ein weiterer Dank geht außerdem an David Blumer, der mich ebenfalls mit einigen Grafiken unterstützt hat.

Das nie veröffentlichte Design aus 2014

Was früher Frontpage und Frames waren, sind jetzt PHPStorm und saubere HTML-Dokumente. Auf ein CMS oder eine serverseitige Scriptsprache habe ich bewusst verzichtet. Warum? Ich will in privaten Projekten stets etwas Neues lernen und bei dieser Webseite hatte ich schlichtweg Lust, die finale Seite schon auf meinem Computer zu generieren, damit der Server das ganze Dokument einfach nur ausliefert, ohne sich um dessen Generierung zu kümmern. Neben der maximalen Gestaltungsfreiheit von Unterseiten ist natürlich auch die Ladezeit des Quellcodes unschlagbar, und Backdoors im Script-Code findet man vergebens, denn es gibt schlichtweg keine.

Aber was ist hinter den Kulissen?

Ich habe mir einige gulp-Module angeschaut, die für das Erstellen von statischen Seiten entwickelt wurden. Aber irgendwie hat mir keines davon zugesagt oder ich bin sehr schnell an deren Grenzen gestoßen. Also habe ich das alles selbst Entwickelt. Egal ob Sitemap, RSS-Feed oder die Blog-Übersicht, alles wird aus einer möglichst flachen Ordnerstruktur mit einem einfachen gulp build erzeugt. In jedem Ordner ist eine kleine JSON-Datei, das die Seiten und deren Sichtbarkeit beschreibt.

Mindestens 38 verschiedene gulp-Tasks kümmern sich um die Generierung der Seite über das Verbinden und "minifien" der JavaScript- und CSS-Dateien bis hin zum Starten einer HTML-Validierung sowie End-to-End und Unit-Tests. Und natürlich wird auch das Deployment auf den Produktions- und Test-Server automatisch übernommen. Ich werde mit der Zeit einige Scripte veröffentlichen und deren Funktion im Detail beschreiben. Bis dahin freue ich mich auf Kommentare und bin gespannt, wer alle Eastereggs findet.

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